пятница, 24 июня 2016 г.

NATO Politik macht wieder kalten Krieg....

Trident Juncture 2015, die größte Nato-Übung seit dem Kalten Krieg und ein Warnsignal an Russland

Nato vs. Russland: So kann die Kriegsgefahr gestoppt werden.

 
Politik:  14:45 Uhr 24.06.2016
 
 

Es besteht die Gefahr einer Zuspitzung der Nato-Russland-Beziehungen, wie der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, in einer NDR-Sendung sagte.

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„Die Akte Moskau“ – Wie die NATO einen neuen Kalten Krieg provoziert
Der deutsche Diplomat verwies darauf, dass „eine Demonstration militärischer Stärke keine hinreichende Russlandstrategie“ sei. Vielmehr solle Bereitschaft zu Dialog und Entspannung sowie die Rückkehr zur Rüstungskontrolle signalisiert werden, so Ischinger. Als einen ersten Schritt zur Entspannung empfahl Ischinger Visaerleichterungen für die russische Bevölkerung.
 
 
Harald Kujat, Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr und von 2002 bis 2005 Vorsitzender des Nato-Militärausschusses, meinte im NRD-Gespräch in ähnlichem Tonfall, die Sprache und Konzeption der Nato im Verhältnis zu Russland seien „nicht auf dem richtigen Weg“.

„Im Augenblick spricht man davon, dass man auf Abschreckung und Dialog setze. Aber Abschreckung richtet sich doch gegen jemanden, im gegebenen Fall gegen Russland. Das wäre also der Gegner, der abgeschreckt werden soll. Im Grundlagenvertrag Nato-Russland wird aber ausdrücklich gesagt, wir betrachten uns nicht – oder nicht mehr – als Gegner“, so Kujat.

 
 
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Da der Begriff „Dialog“ bereits inhaltsleer sei, könne nun Entspannung im Verhältnis zu Russland und die Sicherheit für die eigenen Bündnispartner als „vernünftige Strategie“ für die Nato angesehen werden. Dabei merkte Kujat an, dass er seitens der Allianz keine ernsthaften Bemühungen zur Wiederherstellung des Vertrauens zu Moskau, vor allem auf Basis des Grundlagenvertrages Nato-Russland, sehe. Vielmehr solle der Nato-Russland-Rat als „Mittel des Krisenmanagements“ genutzt werden.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte am Wochenende die gegen Russland gerichteten Nato-Militärmanöver in Osteuropa kritisiert und gesagt, man dürfe die Lage „durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul nicht weiter anzuheizen". Auch der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler(SPD), warnte vor einer Eskalation des Streits zwischen Nato und Russland "bis hin zum Krieg" und unterstützte Steinmeiers Position.
 

 

Waffen-Premieren in Russland 2016


Su-35

Waffen-Premieren in Russland 2016: zu Land, zur See und im Weltraum

 
 

Im kommenden Jahr werden die russischen Luftstreitkräfte, die Marine und die strategischen Raketentruppen neue Waffen bekommen. Zudem ist der erste Weltraumstart vom Weltraumbahnhof Wostotschny geplant, der Russland einen unabhängigen Zugang in den Weltraum sichern soll.

Fünf von Putin gestellte Aufgaben 

Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei dem erweiterten Jahreskollegium des Verteidigungsministeriums im Dezember fünf vorrangige Aufgaben an die Streitkräfte und den Rüstungsbereich zur Stärkung der militärischen Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit des Landes gestellt.

Die erste Aufgabe ist die Überwachung der militärpolitischen Situation und die entsprechende Präzisierung der Verteidigungspläne Russlands. Die zweite Aufgabe ist die Fortsetzung der technischen Umrüstung der russischen Streitkräfte und die Entwicklung neuer Waffen und Militärtechnik. Die dritte Aufgabe ist die Stärkung des Kampfpotentials der strategischen Nuklearkräfte und die Umsetzung der Weltraumprogramme. Die vierte Aufgabe ist die Erhöhung der Intensität der operativen und der Kampfvorbereitung, darunter die Verlegung von Truppen, die Schaffung von Gruppierungen in bedrohten Richtungen, das Üben der Aufgaben der strategischen Nuklearabschreckung und der Flugabwehr mit weiteren überraschenden Überprüfungen. Die fünfte Aufgabe besteht in der Entwicklung der militärischen Kooperation mit den Verbündeten und Partnern, vor allem im OVKS.

„Bessere Ausbildung für das Militär“

Die Operation der russischen Luft- und Weltraumkräfte gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien wird 2016 fortgesetzt. Russlands Präsident sagte in einer Pressekonferenz, dass die Operation aus Mitteln finanziert werde, die für Militärübungen vorgesehen seien.
„Die Operation der russischen Luft- und Weltraumkräfte in Syrien ist wohl die beste Überprüfung der Kampfbereitschaft für die russischen Streitkräfte und erfordert keine großen Haushaltsausgaben“, sagte Putin.


 
Er betonte, dass die russischen Militärs lange in Syrien „trainieren“ können, ohne dem Haushalt zu schaden.
Russland verfügt jetzt über Marschflugkörper des Typs „Kalibr“ mit einer Reichweite von 1500 Kilometern und über die von Flugzeugen getragenen Marschflugkörper Ch-101 mit einer Reichweite von 4500 Kilometern. Experten zufolge ermöglichen diese Raketen den russischen Streitkräften, Aufgaben zu lösen, die den Aufgaben des US-Programms Prompt Global Strike ähnlich sind, das das Treffen von Zielen an jedem Ort der Erde innerhalb von einer Stunde nach dem Treffen der Entscheidung vorsieht.

Lange erwartete Starts in den Weltraum

Ein wichtiges Ereignis wird im kommenden Jahr der erste Start vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny sein. Eine Trägerrakete Sojus 2.1a soll im April mit einer neuen „Wolga“-Stufe die Satelliten Lomonossow und Aist-2d sowie den Nanosatelliten Samsat-218 auf Erdumlaufbahnen bringen.

 
Der Weltraumbahnhof Wostotschny, der seit 2010 im Gebiet Amur gebaut wird, soll der erste nationale Dual-Use-Weltraumbahnhof werden und Russland einen unabhängigen Zugang in den Weltraum gewährleisten.
 
Zahlreiche Skandale um diesen Weltraumbahnhof, die mit Unterschlagung, verspäteter Auszahlung der Löhne, unfertigen Konstruktionsdokumenten sowie der Torpedierung der Baufristen verbunden sind, bewegten die Staatsführung zur Verschiebung des ersten Starts vom 25. Dezember 2015 auf den April 2016. Der russische Vizepremier Dmitri Rogosin, der für den Rüstungskomplex und die Weltraumbranche zuständig ist, versprach, dass die Startanlage zum Tag des Weltraumfliegers am 12. April vorbereitet werde.

Zudem ist in der zweiten Junihälfte vom Weltraumbahnhof Bajkonur der erste Start eines modernisierten Weltraumschiffs Sojus MS-01 mit der neuen ISS-Besatzung geplant. Zur ISS sollen drei Teilnehmer der Expedition ISS-47/48 gebracht werden – Anatoli Iwanischin (Roskosmos), Takuya Ōnishi (JAXA) und Kathleen Rubins (NASA).

Die neue Sojus MS ist völlig digital. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit bei der Annäherung des Raumschiffs an die ISS wurde an Sojus-MS das Schema der Andockungs-Triebwerke geändert. Zur Kontrolle und für den manuellen Aufbau der Orientierung wird ein „Video-Wegweiser“ installiert. Zudem wurde die Energieeffizienz der Sonnenbatterien erhöht. Das Raumschiff bekommt zudem neue Kommunikations- und Ortungssysteme und eine neue Funkverbindung.

Neue Waffen

Im Rahmen des neuen staatlichen Rüstungsauftrags, dessen Umsetzung im kommenden Jahr beginnt, werden neue Waffenmodelle für die Streitkräfte, die Marine und die strategischen Raketentruppen entwickelt.

„Wir wollen unser ganzes Volk erfreuen und unsere Widersacher mit einigen unserer neuen Waffen betrüben. Es handelt sich vor allem um neue Flugzeugkomplexe, die Schaffung neuer Raketenwaffen und einer starken Flotte“, so Rogosin.
 
2016 soll der neue strategische Raketenkomplex RS-26 „Rubesch“ mit einer Feststoffrakete in Dienst gestellt werden.  Es wird die Entwicklung der neuen schweren ballistischen Interkontinental-Flüssigbrennstoffrakete mit abtrennbaren Gefechtsköpfen „Sarmat“ fortgesetzt, die die strategischen Raketen des „Wojewoda“-Komplexes (Nato-Codename „Satan“) ersetzen soll. Die Tests der „Sarmat“-Raketen sollen in anderthalb bis zwei Jahren beginnen. Es wird der Eisenbahn-Raketenkomplex „Bargusin“ wiederbelebt, der mit „Jars“-Raketen bewaffnet werden soll. 2019 soll er in den Dienst gestellt werden. Der Komplex soll in der Armee mindestens bis 2040 bleiben.



Stärkung des Kampfpotentials der Marine 

Die russische Marine bekommt neue Überwasser-Schiffe. Es handelt sich vor allem um die Fregatte „Admiral Gorschkow“ (Projekt 22350) als Flaggschiff. Das Schiff absolviert gerade Tests im Norden und soll Anfang 2016 an die Marine übergeben werden.




Auch die Unterwasser-Flotte erwarten wichtige Ereignisse. In der Sewmasch-Werft wird das letzte aus einer Reihe von acht strategischen U-Booten der Borej-Klasse 955 auf Kiel gelegt. Zudem soll an die russische Flotte das zweite atomgetriebene Mehrzweck-U-Boot des Projekts 885 „Jassen“ übergeben werden. Außerdem soll das sechste U-Boot dieser Serie auf Kiel gelegt werden. Diese U-Boote werden nur mit russischen Zulieferteilen gebaut.
 
Die Schwarzmeerflotte wird im nächsten Jahr eine vollwertige Gruppierung von nichtatomaren U-Booten bekommen – sechs „Warschawjanka“-U-Boote des Projekts 636. Das dritte und vierte dieser dieselelektrischen U-Boote bekommt der Marinestützpunkt in Noworossijsk nach den Tests in der Nordflotte, das fünfte und sechste („Weliki Nowgorod“ und „Kolpino“) soll in der Werft in Sankt Petersburg fertiggestellt und an die Kriegsflotte übergeben werden. Die Schwarzmeerflotte bekommt auch neue Überwasser-Schiffe. Als erste neuste Fregatte des Projekts 11356 soll das Schiff „Admiral Ggrigorowitsch“ geliefert werden.

Umrüstung der russischen Luftstreitkräfte 

Im kommenden Jahr wird die Entwicklung des strategischen Bombers Tu-160M2 fortgesetzt, dessen funkelektronische Bordanlagen zu 100 Prozent erneuert werden. Die Luft- und Weltraumtruppen Russlands werden die ersten Maschinen dieses Typs spätestens 2023 erhalten.
Planmäßig sollen die staatlichen Tests des Kampfjets der fünften Generation T-50 beendet werden. Dieses Modell wird mit prinzipiell neuer Avionik und zudem mit einer Phased-Array-Antenne ausgestattet.
 
Es wird erwartet, dass das Verteidigungsministerium Verträge über die Lieferung von neusten Kampfjets MiG-35 abschließt. Mit diesen Maschinen dürfte die Luftwaffe bereits 2018 bzw. 2020 rechnen.
 
Infografik: T-50 — Russlands Kampfjet der Zukunft
T-50 - Russlands Kampfjet der Zukunft
T-50 von Suchoj
 
 
Geplant ist auch der Beginn der Produktion von neuesten Hubschraubern Ka-62 im Werk des Herstellers Progress in der Fernöstlichen Küstenregion. Diese Maschinen können in der Arktis eingesetzt werden und sind für 15 Fluggäste geeignet.

Raketen sind dringend nötig 

Die russischen Streitkräfte werden im kommenden Jahr zwei operativ-taktische Raketenkomplexe Iskander-M erhalten, die vom Konstruktionsbüro für Maschinenbau (Teil der Rostech-Holding Wyssokotschastotnyje Kompleksy) entwickelt werden. Dieser Komplex wird weiter verbessert: Dafür wurden bereits vier Typen von aeroballistischen Raketen und ein Marschflugkörper entwickelt.
Fünf Regimenter der Luftabwehrkräfte werden mit Langstrecken-Abwehrraketen des Typs S-400 Triumpf versorgt. Für S-400 wurde bereits eine Rakete mit größerer Reichweite entwickelt, die gerade staatlichen Tests unterzogen wird.

Für das kommende Jahr sind staatliche Tests auch für die neuen automatisierten mobilen Kurzstrecken-Abwehrraketen Sosna geplant, die die Strela-10M-Raketen ablösen sollen. Diese Waffe ist für den Schutz der Truppen vor Luftoffensiv- und —aufklärungsmitteln bestimmt.

Aussichtsreiche Panzerplattformen

Nächstes Jahr steht der russischen Rüstungsindustrie der Übergang zur Serienproduktion von Waffen und Militärtechnik bevor, deren neueste Modelle bei der Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau am 9. Mai der ganzen Welt gezeigt wurden. Dabei handelt es sich um die Basisplattformen Armata, Bumerang, Kurganez und Taifun, die ein riesiges Modernisierungspotenzial haben und das neue Gesicht der russischen Streitkräfte in den kommenden Jahrzehnten prägen werden.

Es wird erwartet, dass die Tests des Armata-Panzers 2016 abgeschlossen werden. Dann stehen diesem Panzer staatliche Tests bevor, nach denen die Armee mit dieser Technik rechnen darf. Der Schützenpanzerwagen T-15 auf der Armata-Basis soll ab 2016 bzw. 2017 in Serie gebaut werden – unmittelbar nach dem Abschluss der staatlichen Tests.
Eine weitere universellle Plattform – Kurganez – könnte die Basis für diverse Raupentechnik werden, darunter für Schützenpanzerwagen, Kommando-Stabsfahrzeuge, Aufklärungs- und Sanitätswagen sowie mobile Artillerieanlagen mit einem Kaliber von bis zu 122 Millimeter.
Für 2016 sind auch die Tests des Raupenpanzerwagens Kurganez-25 und des neusten Schützenpanzerwagens Bumerang angesetzt.

Umrüstung und Vereinheitlichung der Luft- und Weltraumtruppen

Im kommenden Jahr wird auch die Umrüstung samt der Vereinheitlichung der Technik für die Luft- und Weltraumtruppen fortgesetzt. So soll die Zahl der Modelle der für diese Waffengattung zu kaufenden Radarstationen und Luftabwehrkomplexe, die für den Schutz  Moskaus und des zentralen Industriegebiets zuständig sind, um 50 Prozent gekürzt werden. Diese Entscheidung lässt sich darauf zurückführen, dass neue Radar- sowie Luft- bzw. Raketenabwehrsysteme entwickelt worden sind.

Zudem werden die Luft- und Weltraumtruppen als erste Waffengattung in Russland zu 100 Prozent zu modernen digitalen Kommunikationsmitteln übergehen.
Der Chef  der Hauptverwaltung für Kommunikationswesen der Streitkräfte, Vize-Generalstabschef Wadim Maljukow, begründete das damit, dass Flugapparate mit Hyperschallgeschwindigkeit entwickelt worden seien, weshalb die Zeit ihres Aufenthalts im jeweiligen Wirkungsbereich wesentlich kürzer geworden sei. Dementsprechend müsse die Zeit zwischen der Ortung und Vernichtung des jeweiligen Ziels möglichst verringert werden.
Darüber hinaus wird das seit relativ kurzer Zeit zu den Luft- und Weltraumtruppen gehörende Zentrum für ferne Weltraumkommunikation in Jewpatorija (auf der Krim) technisch umgerüstet. Es darf mit sechs neuen Systemen für die Verwaltung von Raumapparaten rechnen.

Entwicklung des Raketen-Frühwarnsystems 

Auch die Möglichkeiten des russischen Raketen-Frühwarnsystems werden immer größer. Es wird erwartet, dass manche Gebiete dadurch 2016 doppelt abgedeckt werden. Das wurde dank der Inbetriebnahme von Überhorizontradaren Woronesch möglich, die ballistische, Weltraum- und aerodynamische Objekte orten können, darunter ballistische Raketen und Marschflugkörper.
 
Zuvor hatte der Stabschef der 15. Armee der Luft- und Weltraumtruppen, Generalmajor Anatoli Nestertschuk, gesagt, dass Russland schon im scheidenden Jahr sein gesamtes Territorium mit Radaranlagen abgedeckt habe, weshalb das ganze Land vor Raketenangriffen geschützt sei.

Perspektiven des Exportsgeschäfts

Im Sommer 2016 sollen die Mistral-Schiffe, die ursprünglich für Russland gebaut wurden, in Ägypten eintreffen. Bereits im zweiten Halbjahr soll die Ausbildung der ägyptischen Matrosen beginnen. Die Mistral-Schiffe werden mit Anlagen ausgerüstet, die der Auftraggeber benötigt. Erst dann können sie an Kairo übergeben werden.
 
 


Wie Präsidialamtschef Sergej Iwanow sagte, könnte Russland „ein Subauftragnehmer werden und die fehlende Ausrüstung liefern, ohne die ein Mistral-Schiff – da muss ich quasi um Entschuldigung bitten – so viel wert ist wie eine Konservendose.“ Zudem könnte Russland Iwanow zufolge die Lieferung von Hubschraubern übernehmen. Das alles würde mehr als eine Milliarde Dollar einbringen.
Im kommenden Jahr sollen auch die Lieferungen von S-300-Raketen an den Iran beginnen. Die für Teheran bestimmten Flugabwehrsysteme werden noch bessere taktische bzw. technische Daten als ursprünglich geplant haben. Die Iraner werden insgesamt vier Divisionen von S-300PMU-2-Raketen erhalten.
Mehr zum Thema: Russlands Waffenexporte

China wurde zum ersten Land, mit dem Russland einen Deal zur Lieferung neuster Militärtechnik abwickelte. Der beispiellose Vertrag über die Lieferung von 24 Mehrzweck-Kampfjets Su-35 wird ab 2016 erfüllt. Das Geschäft wird auf zwei Milliarden Dollar (etwa 83 Millionen Dollar für ein Flugzeug) geschätzt.
Zudem setzt Moskau die Verhandlungen mit Indonesien über einen Vorzugskredit von drei Milliarden Dollar fort. Damit könnte Jakarta den Kauf von russischen Waffen, darunter eines Su-35-Geschwaders, finanzieren.
Fotos: Su-34 und Su-35 — Stolz der russischen Streitkräfte
Auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gehen die Gespräche über die Lieferung von Su-35 weiter. 2016 bzw. 2017 dürfte auch Algerien mit 14 Mehrzweck-Kampfjets Su-30MKA rechnen.
Anfang 2016 wird der erste Start des von Russland und Indien gemeinsam entwickelten Überschall-Marschflugkörpers BraMos von einem Su-30MKI-Kampfjet erwartet. Die Rakete und die Startanlage wurden bereits gebaut, und die Firma Hindustan Aeronautics Ltd. (HAL) hat den ersten Kampfjet bereits modernisiert und die Startanlage entsprechend angepasst.

Moskau verhandelt mit Neu-Delhi zudem über einen Vertrag zur Lieferung von neuesten T-90MS-Panzern. Auch die Gespräche über eine Modernisierung der den Indern bereits zur Verfügung stehenden T-72- und T-90 gehen weiter. Derzeit gilt ein bilateraler Vertrag über die Lizenzproduktion von T-90S-Panzern in Indien. Zudem wird mit Neu-Delhi über Hilfe bei der Modernisierung des gesamten Parks aus mehr als 1500 Schützenpanzerwagen BMP-2 verhandelt.
Anfang 2016 wird der Abschluss der Modernisierung von 135 Schützenpanzern BMP-3 der VAE-Streitkräfte erwartet. Die VAE verfügen über insgesamt 700 Schützenpanzerwagen dieses Typs.

среда, 22 июня 2016 г.

Armenien-Resolution: Völkermord – ja oder nein?

Wartung der Kampfjets Tornado vor dem Start des Einsatzaufklärungsflugs auf der Air Base Incirlik im Rahmen der Mission Counter Daesh, am 24.02.2016
Deutsche Tornado Kampfjets.

Nach Armenien-Resolution: Türkei untersagt Besuch von deutschem Staatssekretär.

 
Politik:  15:42 Uhr  22.06.2016
 

Ankara hat nach Angaben von Spiegel Online den geplanten Besuch von Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe mit Abgeordneten auf der Militärbasis Incirlik untersagt.

Im Streit über die vor fast drei Wochen beschlossene Armenien-Resolution hat die Türkei für einen neuen politischen Eklat gesorgt: Dem Generalleutnant Dieter Warnecke, der als Stellvertreter von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen agiert, war die Reise nach Incirlik verwehrt worden. Hinter verschlossenen Türen im Verteidigungsausschuss hat er laut dem Spiegel-Bericht gesagt, "als Grund für die Absage der Reise nach Incirlik habe die Türkei konkret die Armenien-Resolution genannt".


Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivfoto)
Wegen Armenien-Resolution: Türkei kündigt "Aktionsplan" gegen Deutschland an
Ursprünglich wollte Brauksiepe Mitte Juli mit einigen Abgeordneten eine Informationsreise über den deutschen Einsatz im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS, auch Daesh genannt.) absolvieren, so der Spiegel Online weiter. Auf dem Programm standen neben Incirlik auch der Nordirak, Kuwait und Katar. Nun müsse der Staatssekretär auf den Stopp in Incirlik verzichten.

Am 2. Juni hatte der Bundestag die von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Resolution über die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 101 Jahren angenommen, bei denen Schätzungen zufolge bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit im Osmanischen Reich getötet wurden. Die Türkei hat das bedauert, bestreitet aber, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe.
 

 Armenien-Resolution: Ankara will Bundestagsabgeordnete im Gefängnis sehen – Medien.

Politik:  20:40 Uhr 22.06.2016


In der Türkei werden derzeit mindestens drei Klagen gegen elf deutsche Bundestagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln vorbereitet, wie die Bild-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf die türkische Zeitung „Sözcü“ berichtet. Zwei türkische Polizeigewerkschaften würden demnach gegen die deutschen Politiker klagen.

Zwei Klagen würden von der Türkischen Polizeigewerkschaft und der Gewerkschaft der Angehörigen der türkischen Polizei angestrengt, eine dritte von einem erst vor zehn Tagen gegründeten Juristen-Verband mit Hauptsitz in Ankara, so Bild. Auslöser und Grund für die Klagen sei die Resolution des deutschen Bundestages zum Völkermord an den Armeniern.
 

Türkischer Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu
Türkischer Außenminister droht: Ankara ergreift Maßnahmen gegen Armenien-Resolution

Der neue Juristen-Verband soll auf Grundlage des Artikels 301 des türkischen Strafgesetzbuches bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet haben, so die Deutsche Wirtschafts Nachrichten unter Berufung auf die regierungsnahe türkische Gratiszeitung „Günes“.
 
In dem Artikel sind Strafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren Gefängnis für Personen vorgesehen, die „die türkische Nation, den Staat der Türkischen Republik, die Große Nationalversammlung der Türkei, die Regierung der Türkischen Republik und die staatlichen Justizorgane öffentlich herabsetzen“. Im Falle einer Verurteilung könnten die elf Bundestagsabgeordneten bei der nächsten Einreise in die Türkei jederzeit festgenommen und hinter Gitter gebracht werden.
 
„Falls diese Berichte zutreffen, ist dies ein besorgniserregender Umstand. Das wäre ein nicht akzeptabler Versuch der Einschüchterung und zielt auf weitere Eskalation“, zitiert die Bild den Grünen-Bundestagsabgeordneten Özcan Mutlu. „Falls es zur Anklage kommt, ist eine Einreise in die Türkei sehr gefährlich. Es ist bedauerlich, dass mit solchen Maßnahmen das Verhältnis zwischen unseren beiden Ländern, Deutschland und Türkei, derart geschädigt wird.“

 
Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivfoto)
Wegen Armenien-Resolution: Türkei kündigt "Aktionsplan" gegen Deutschland an
Die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen rufe ihrerseits die Bundesregierung zu dringenden Gegenmaßnahmen auf. „Diese Klagewelle wird von der türkischen Regierung gesteuert“, so die Politikerin laut dem Bild-Bericht.

„Die Bundesregierung muss jetzt einschreiten und Schluss mit der Erdoganisierung machen. Das, was wir jetzt erleben, ist erst der Anfang“, so Dagdelen.
 
Bei den betroffenen Abgeordneten handele es sich unter anderem um Grünen-Chef Cem Özdemir und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özuguz.
Am Donnerstag hatte der Bundestag die von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Resolution über die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 101 Jahren angenommen, bei denen Schätzungen zufolge bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit im Osmanischen Reich getötet wurden. Die Türkei hat das bedauert, bestreitet aber, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe.
 

вторник, 21 июня 2016 г.

Neue Waffen für russische Armee

Der Kampfjet MiG-35
MIG 35 Generation 4++

Russlands MiG-35-Jäger soll zu den effizientesten weltweit zählen.

 
Technik:     12:10 Uhr  21.06.2016


Der Kampfjet MiG-35 bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf Tests im Interesse der russischen Luftwaffe vor. Experten loben seine modernen Ausrüstungen und seine Effizienz.

Panzyr-S, BMP-3 und T-90
Wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Dienstag unter Berufung auf den Flugzeugbauer MiG berichtet, sollen die ersten MiG-35-Maschinen, die im Interesse der russischen Luftwaffe gebaut wurden, vor Jahresende in den Himmel steigen. Ihnen stehen Testflüge bevor.





 
Der russische Branchenexperte Andrej Fomin erläuterte, die MiG-35 sei ursprünglich im Hinblick auf einen zehn Milliarden US-Dollar schweren indischen Großauftrag konzipiert worden: „Bei jener Ausschreibung konnte das russische Jagdflugzeug die Vorrunde passieren und galt als einer der Favoriten, verlor jedoch im Finale gegen die französische Rafale – eher aus politischen als aus technischen Gründen. Denn im Rahmen seiner Gesetze kann Indien nicht alle Waffensysteme und Militärtechnik bei einem Lieferanten kaufen. Und der MiG-Konzern hatte schon 45 bordgestützte Jagdflugzeuge des Typs MiG-29K/KUB an die indischen Kriegsmarine geliefert.“  

Fomin sagte weiter, die MiG-35 dürfe als Kampfjet der neuen Generation bezeichnet werden und zähle mit ihren modernen elektronischen Ausrüstungen „zu den effizientesten Jagdflugzeugen der Welt“

„Im Cockpit gibt es keine analogen Geräten mit Zeigern – nur multifunktionale Flüssigkristallanzeigen. Der Kampfjet bekommt neue Triebwerke RD-33MK des in St. Petersburg ansässigen Herstellers Klimow. Die Schubleistung ist dabei acht Prozent größer im Vergleich zu den Serientriebwerken RD-33, mit denen MiG-29-Maschinen ausgestattet wurden“, so Fomin.




Die MiG-35 soll ein aktives Phased-Array-Radar bekommen. Dieses hat eine Reichweite von 140 Kilometer und kann 30 Ziele im Visier behalten – sechs davon können zeitgleich angegriffen werden. Das Radar ist außerdem in der Lage, taktische Daten an andere Flugzeuge weiterzuleiten, im Sinne der elektronischen Kampfführung zum Einsatz zu kommen und die Gegend kartografisch zu erfassen.

Dank der neuen Radaranlage steht die Maschine jenen Kampfjets nahe, die zur 5. Generation zählen. Laut Entwicklern soll die MiG-35 in der Lage sein, sowohl luft- als auch boden- und seegestützte Ziele anzugreifen. Sechs Tonnen Munition können mitgeführt werden.

Waffen-Premieren in Russland 2016: zu Land, zur See und im Weltraum


Su-35
© Foto: Sukhoi Company. Die neue SU-35 Generation 4++ 
 
Wladimir Michajlow, Top-Manager der russischen Flugzeugbau-Holding UAC, hatte zuvor mitgeteilt, dass die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an der MiG-35 im Jahr 2017 zu Ende gehen sollen. Im Jahr 2018 sollen dann Lieferungen an die russische Luftwaffe beginnen.

Der russische Militärexperte Wadim Kosjulin sagte nun dem Blatt: „Die geplanten Testflüge im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms für die russische Luftwaffe zeugen davon, dass Russland nicht nur schwere T-50-Jäger der 5. Generation bekommen soll, sondern auch leichtere Maschinen mit sehr hohen Kampf-Möglichkeiten. Ihr Preis könnte sich als deutlich niedriger erweisen – bei einer vergleichbaren Effizienz. Dies ermöglicht Chancen auf eine ziemlich massive MiG-31-Produktion.“