ARD wird verklagt.

Nach Sperre wegen angeblichem Doping: Russische Leichtathleten klagen gegen ARD

Sport   14:39 20.11.2015


Leichtathletik
Sochi 2014


Russische Leichtathleten bereiten Klagen gegen Julia Stepanowa und den TV-Sender ARD vor, die Gerichtsprozesse werden in Russland stattfinden, wie der Anwalt der Sportler, Alexander Karabanow, mitteilte.

Der deutsche TV-Sender ARD zeigte am 3. Dezember vergangenen Jahres einen Dokumentarfilm, in dem über ein  systematisches Doping durch russische Leichtathleten berichtet wurde. Am 7. Dezember wurde der zweite Teil des Filmes gezeigt. Der Film enthält unter anderem Aufnahmen mit einer versteckten Kamera, in dem die Olympiasiegerin im 800 Meter-Lauf Maria Sawinowa angeblich  Doping zugegeben hat. Dabei ist die Stimme Sawinowas nicht zu hören. Die Läuferin Stepanowa (vor der Eheschließung – Russanowa) und ihr Ehemann Witali Stepanow, ehemaliger Mitarbeiter der russischen Anti-Doping-Behörde RUSADA, sind die wichtigsten Protagonisten in dem Film.










„Die Klagen gegen Stepanowa werden gemäß ihrem Wohnort eingereicht. Welches Gericht es sein wird, werden wir nicht präzisieren, damit sie sich nicht an einem neuen Ort anmeldet“, so der Anwalt.  Eine Entschädigungssumme, die eingeklagt werden soll, wurde nicht genannt.


„Bislang wurde dies nicht entschieden. Die Summe ist nicht prinzipiell. Das Wichtigste ist, man muss beweisen, dass das alles  eine Lüge ist und die gesperrten Sportler rehabilitiert werden“, so Karabanow.


Falls das Gericht die Leichtathleten unterstützt, werden sie Klagen gegen den TV-Sender mit der Forderung nach einer Entschädigung  für den moralischen Schaden erheben.


W.W.Putin. mit dem olympischem sportkomitee


„Die Initiatoren des Skandals waren gerade sie, weshalb wir in der Zukunft Klagen gegen sie mit der Forderung nach Entschädigung für den Schaden erheben werden“, so Karabanow.


Zuvor waren Verleumdungsklagen des Russischen Leichtathletikverbands gegen die Autoren des ARD-Films erhoben worden.