13 Monate Haft auf Bewährung für abgeschnittenen Feindeskopf.

Gerichtshammer

Finnland: Iraker bekommt 13 Monate Haft auf Bewährung für abgeschnittenen Feindeskopf

20:15 22.03.2016
 

Das Gericht konnte zwar nicht beweisen, dass der Verurteilte den Kopf seines Gegners selbst abgeschnitten hatte, befand jedoch, dass die Fotoaufnahme die Ehre und Würde des toten Soldaten verletze, was im Widerspruch zur finnischen Gesetzgebung und zum Artikel 8 des Römischen Status des Internationalen Strafgerichtshofes steht.

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Dem Verurteilten zufolge, der in der irakischen Armee gewesen war, hat er den Kopf eines IS-Mitglieds abgeschnitten, nachdem dieser sich selbst mit einer Bombe gesprengt hatte.  Er habe nicht gewollt, dass der Kopf von Hunden aufgefressen
werde, sagte der Iraker.
 
Wie er erläuterte, gilt sein Handeln im Irak nicht als Verbrechen.

In der Vorwoche hatte das Kreisgericht von Pirkanmaa einen Iraker wegen einer ebensolchen Tat zu einer 16-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Die beiden irakischen Bürger waren im August 2015 nach Finnland gekommen und hatten Asyl und Flüchtlingsschutz beantragt.



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(Meinung des Autors: A.G.)